Turnverein

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1928 vor der Turnhalle
1928 vor der Turnhalle

Nachdem einige junge Gleidorfer Männer im Schmallenberger Turnverein die Sportart „Turnen“ kennen gelernt hatten und sogleich zu den Besten gehörten, gründeten sie im Jahre 1896 einen eigenen Turnverein, den Turnverein 1896 Gleidorf e.V.. Bei der Gründerversammlung am 14. Juni wurden dann 18 Männer in den Verein aufgenommen.

Geturnt wurde im Saal der Gastwirtschaft Esfeld. Durch stetigen Fleiß gelang es dem jungen Verein schnell eine führende Stellung im oberen Sauerland einzunehmen. 1914 brannte das Vereinsheim einschließlich Turnsaal ab. Der Verein hatte nun keine Bleibe mehr. Hinzu kam, dass viele Turner in den 1. Weltkrieg eingezogen wurden. Als sich der Turnverein 1919 neu sammelte, bestand er nur noch aus wenigen Mitgliedern. Der Neuanfang wurde mit nur drei bei dem Brand geretteten Geräten gestartet, die im Garten der abgebrannten Gaststätte aufgestellt wurden. Später diente der Schulhof der katholischen Schule als Turnplatz. Geturnt hat man, ähnlich wie die Turner bei Turnvater Jahn auf der  Berliner Hasenheide, im Freien.

Bei Regen und im Winter war aber an Sport nicht zu denken. Allerdings war es möglich, hin und wieder in Schmallenberg und in Fredeburg zu trainieren. Außerdem stand den Turnern im Winter auf der Meisenburg ein kleiner Raum zur Verfügung, doch auf Dauer konnte das keine Lösung sein. Man entschloss sich eine eigene Halle zu bauen. 1924 wurde ein Platz am Hügel gekauft und sofort mit dem Neubau begonnen. Bereits 1926 fand schon das erste Turnfest in dieser neuen Halle statt. Ab diesem Zeitpunkt war ein ständiges Wachsen des Vereins zu verzeichnen. Durch die besseren Trainingsmöglichkeiten stiegen nicht nur die Leistungen, sondern auch die Mitgliederzahl schnell an. Auch Frauen- und Mädchenturnen wurde nun angeboten und man konnte sich einige Jahre regen Vereinslebens erfreuen. Aber auch diese positive Entwicklung sollte nicht lange dauern.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges sank die Mitgliederzahl erneut. Vor allem die jungen Menschen fehlten. Die Beiträge fielen aus und die wenigen älteren Mitglieder konnten die finanziellen Lasten nicht mehr aufbringen. Aus diesem Grund wurde die Turnhalle 1941 an den Schützenverein verkauft. Bedingt durch den Krieg und die Besatzungszeit kam es erst 1947 wieder dazu, das Turnen in Gleidorf neu zu beleben. Seitdem ist der Verein von größeren negativen Einflüssen verschont geblieben und schon Anfang der 50er Jahre konnten wieder Wettkämpfe bestritten werden. Durch kontinuierliche Aufbauarbeit, bessere Geräte und Trainingsmethoden wuchs eine neue Turnriege zusammen, die immer besser wurde, und der 1972 der Aufstieg in die Landesliga von Westfalen gelang. Ein neuerlicher Aufschwung kam 1983 mit dem Bau der Turnhalle an der Grundschule.

Es ergaben sich zusätzlichen Übungsstunden, die es dem Verein ermöglichten neue Sportarten in sein Programm aufzunehmen. Priorität hat aber bis heute das Gerätturnen. Viele Meisterschaften sind auf Bezirks- und Gauturnfesten gewonnen worden. Sogar auf Landes- und Bundesebene konnten 1. Plätze erreicht werden. Der letzte Höhepunkt der Turngeschichte war im Jahre 2006 der Aufstieg in die Kunstturn Oberliga Westfalen.

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